Egal. Erst einmal hinfahren und schauen was passiert. Es regnete dann kräftig, als ich ankam und ein weiterer Regenguss kam, als ich bereits dort war. Trotzdem ließ sich keiner entmutigen. „Das wird schon noch“ hieß es von allen Seiten. Und tatsächlich. Etwa eine halbe Stunde vor dem geplanten Auftritt kam die Sonne heraus. Was mir nur Sorgen bereitete, weit und breit war keine Bühne in Sicht. Wo sollten die armen Clogger denn tanzen? Auf dem Asphalt? Mit unseren Taps an den Schuhen und mit nassem Boden? Viel zu gefährlich! Dani zauberte dann die Lösung aus dem Hut. „Kommt mal in 10 Minuten in den Clubraum 1“, sagte sie Martin und mir. Dort versteckte sich eine transportable Bühne, deren Kosten durch eine Spende von Rosemarie und Harald gedeckt wurden. Hartfaserplatten in tragbarer Größe zusammengeklebt, so dass man sie einfach auseinanderklappen konnte. Dazu passend eine Trittschalldämmung, die die empfindlichen Platten vor Nässe von unten schützt (wie passend bei dem Wetter!) und zusätzlich noch die Unebenheiten vom Boden etwas ausgleichen konnte. Genial! Ruckzuck fanden sich Helfer, die mit anfassten die Dämmung auslegten und zusammenklebten und dann anschließend die vier gefalteten Hartfaserplatten wieder mit Klebeband zu einem Ganzen vereinten. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir eine passende Bühne für vier Tänzer, auf der man die Taps gut hören konnte, die aber trotzdem Wetter trocken war.

Es konnte also losgehen. Dani, Bianca, Christine und Alexandra stellten sich in Position. Claudia sorgte dafür, dass mit der Musik alles klappte.

Zunächst einmal kam ein kurzes Stück komplett ohne Musik, damit die Leute eine Vorstellung davon bekommen konnten, dass unsere Schuhe auch so ordentlich „Krach“ machen können. Dann ging es los mit That Man, That’s What I like about You und zum Schluss kam noch Mamma Mia. Die Mädels strahlten um die Wette und mir juckte es ganz fürchterlich in den Füßen, aber ich durfte trotzdem nicht mittanzen. Aber zurückstrahlen und mitklatschen, das ging! Es machte mir richtig Spaß zuzuschauen und auch die anderen Zuschauer hatten ganz eindeutig ihren Spaß dabei. Gut gemacht ihr vier!

Nach dem Auftritt konnte Dani noch ein paar Worte sagen und auf unser Open House am 10.07. hinweisen.

Und genauso schnell wie beim Aufbau fanden sich wieder fleißige Hände, die den Abbau innerhalb von kürzester Zeit erledigten. Unsere tolle, transportable Bühne wurde wieder verstaut und das Fest konnte weiter gehen. Ohne Martin, Uwe, Claudia, Ilona und dem einen oder anderen zusätzlichen spontanen Helfer wäre das sicherlich nicht so reibungslos möglich gewesen.

Es folgten noch ein Auftritt der Tanzgarde und eine Vorführung des Hundevereins, bevor dann die Square Dancer ihren Einsatz hatten. Auch der sorgte für Begeisterung bei den Zuschauern und konnte zum Glück noch im Trockenen stattfinden. Danach musste ich wieder heim zur Familie.

Gefahren bin ich mit einem richtig guten Gefühl. Es war schön Euch alle, Clogger und Square Dancer, tanzen zu sehen. Es war aber auch schön mitzubekommen, wer alles geholfen und spontan angefasst hat, wenn es nötig war und wer von den Cloggern einfach nur zum Unterstützen da war. Auch wenn auftreten nicht jedermanns Sache ist.

Mir persönlich macht mittanzen allerdings mehr Spaß als nur zuzusehen. Beim nächsten Auftritt für den Vereinsring kann ich leider weder das eine noch das andere. Aber ich hoffe bei dem Auftritt danach kann ich wieder mittanzen. Mit „meinen Mädels“!

Verena